Donnerstag, September 29, 2022

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Herzschlag-Finale: Maja Stark gewinnt Amundi German Masters 2022

Bei den Amundi German Masters 2022 überschlagen sich am Ende die Ereignisse im Finale: Maja Stark schnappt sich den Titel am Seddiner See im Schlusssprint, Leonie Harm wird sensationell Zweite und stärkste Deutsche.

Dass es nicht immer einfach ist, eine Führung zu verteidigen, erfuhr die Schwedin Jessica Karlsson am Finaltag des Amundi German Masters. In den ersten drei Durchgängen hatte sich die 29-Jährige zunächst ein kleines Polster auf die Konkurrenz erspielt. Doch vor dem mit Spannung erwarteten Finale betrug der Vorsprung auf Landsfrau Maja Stark gerade einmal einen Schlag. Am Ende entscheidet die 22-jährige Stark in Berlin-Brandenburg auf der 18. Bahn die Partie mit einem Bilderbuchschlag für sich. Die Gewinnerin der Women’s NSW Open holt damit ihren zweiten Saisontitel.

Maja Stark
Maja Stark bei ihrem sensationellen Schlag auf der 18. Foto: LET / Tristan Jones

Maja Stark mit Last-Minute-Sieg an der 18.

Bei bestem Sommerwetter im Golf- und Country Club Seddiner See kam es zum Thriller an der Spitze: Maja Stark gewinnt die Premiere des Amundi German Masters. Im Finale sicherte sich die Schwedin mit einer 70 (-2) auf dem Südplatz des Golf- und Country Club Seddiner See ihren zweiten Saisontitel auf der Ladies European Tour. Stark schob sich in einem packenden Finale an die Spitze und gewann mit einem Schlag Vorsprung auf Landsfrau Jessica Karlsson, die das Turnier von Tag eins bis zum 72. Abschlag angeführt hatte.

„Ich war auf dem 18. Abschlag so nervös, dass ich meine Hände kaum gespürt habe”

Stark, die neue Führende in der Order of Merit der Ladies European Tour, begeisterte die zahlreichen Zuschauer im Golf- und Countryclub Seddiner See bei Berlin mit zwei sensationellen Birdies auf den Bahnen 17 und 18. Auf dem letzten Loch fehlten sogar nur wenige Zentimeter zum Eagle. „Ich war auf dem 18. Abschlag so nervös, dass ich meine Hände kaum gespürt habe”, erklärte Stark. Das junge Top-Talent legte ihre Annäherung mit einem Kunstschlag zum Tap-in-Birdie nur wenige Zentimeter neben das Loch und wurde frenetisch gefeiert.

Jessica Karlsson
Am Ende reichte es für Jessica Karlsson nur für T2 Foto: LET / Tristan Jones

Leonie Harm wird beste Deutsche in Seddin

Ebenfalls frenetisch gefeiert in dieser Woche: Leonie Harm. Die 24-Jährige sorgte am Finaltag für etliche Highlight-Schläge und rückte zwischenzeitlich immer näher an die Spitze. Harm, die 2018 als erste deutsche Spielerin die British Ladies Amateur Golf Championship gewann, blieb am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison bogeyfrei, notierte zudem vier Birdies und durfte kurz auf ein Stechen hoffen. Am Ende stand ein sensationeller geteilter zweiter Rang zu Buche. „Als ich zwischendurch auf das Leaderboard geschaut habe, sah ich die ganzen Deutschen direkt hinter mir – da wollte ich nochmal Gas geben.“

Leonie Harm
Leionie Harm wird beste Deutsche des Turniers Foto: DGV / Stebl

Gelungene Premiere für Amundi German Masters

Starks Last-Minute-Sieg war einer der vielen sportlichen Höhepunkte einer erstklassigen Turnierwoche in Berlin-Brandenburg. Die Premiere lockte vor allem am Wochenende viele Zuschauer an und das Wetter zeigte sich in weiten Teilen von seiner allerbesten Seite. Es war ein eindrucksvolles Comeback der Ladies European Tour in Deutschland, bei dem viele der Zuschauer Top-Golf in einem familiären Ambiente erleben konnten.

Amundi German Masters
Gelungene Premiere für das Amundi German Masters Foto: Föhlinger / U.COM

Vier Deutsche in den Top 10

Große Freude bescherten den vielen Fans in dieser Woche vor allem die Leistungen der deutschen Starterinnen. Neben Harm schafften es drei weitere Golferinnen aus dem Lager Schwarz-Rot-Gold vor heimischem Publikum unter die besten Zehn.

„Ein besseres Finish kann man sich nicht erträumen“

Polly Mack beendete ihr erstes Profi-Turnier auf der Ladies European Tour mit einem wahren Sonntagsschuss. Die Berlinerin lochte ihre Annäherung auf dem 18. Grün unter dem tosenden Beifall der Zuschauer direkt zum Eagle ein und hörte im Anschluss gar nicht mehr auf zu lächeln. „Ein besseres Finish kann man sich nicht erträumen. Und das vor der eigenen Familie und Freunden; vor Menschen, die einen haben aufwachsen sehen.”

Polly Mack
Frisch gebackene Profi-Golferin: Polly Mack Foto: DGV / Stebl

Schlaggleich mit Mack kam Olivia Cowan bei 13 unter Par über die Ziellinie. Auch sie konnte die Energie der zahlreichen Fans im Golf- und Country Club Seddiner See in ein hervorragendes Ergebnis verwandeln.

„Extrem viel Spaß” hatte auch LPGA-Spielerin Esther Henseleit während der Woche, die sich vor allem über die große Unterstützung der Zuschauer freute. „Schön, dass Damengolf so im Mittelpunkt steht”, erklärte die 23-Jährige, die das Turnier auf dem achten Rang abschloss.

Mehr Informationen: amundigermanmasters.de

Golf- und Countryclub Seddiner See
Golf- und Countryclub Seddiner See bei Berlin

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