Wyndham Clark hat die US Open 2026 gewonnen und damit seinen zweiten Major-Titel perfekt gemacht. Auf dem traditionsreichen Shinnecock Hills Golf Club setzte sich der Amerikaner nach vier intensiven Turniertagen mit einem Schlag Vorsprung durch und bewies einmal mehr, dass er auch unter größtem Druck bestehen kann.
Start-Ziel-Sieg auf einem der schwersten Golfplätze der Welt
Schon am ersten Turniertag setzte Clark mit einer herausragenden 64er-Runde ein Ausrufezeichen. Während zahlreiche Favoriten mit den anspruchsvollen Bedingungen auf Shinnecock Hills kämpften, spielte der 32-Jährige konstant auf höchstem Niveau und verteidigte seine Führung bis zum Schluss. Damit gelang ihm ein seltener Start-Ziel-Sieg bei den US Open – einem Major, das traditionell für seine extrem schwierigen Platzbedingungen bekannt ist.
Im Finale geriet Clark zwar noch einmal unter Druck, ließ sich jedoch auch von mehreren Bogeys nicht aus der Ruhe bringen. Mit cleverem Course Management und starken Par-Saves brachte er seinen knappen Vorsprung über die Ziellinie.
Sam Burns macht es spannend
Vor allem Sam Burns sorgte am Sonntag für Hochspannung. Mit einer starken Schlussrunde verkürzte er den Rückstand kontinuierlich und setzte Clark bis zum letzten Loch unter Druck. Am Ende fehlte Burns jedoch lediglich ein Schlag, um ein Stechen zu erzwingen.
Auch Tom Kim präsentierte sich in hervorragender Form und belegte den dritten Platz. Die weiteren Spitzenplätze gingen unter anderem an J.T. Poston. Die Nummer eins der Welt spielte zwar phasenweise stark auf, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen.
Zweiter Major-Sieg nach dem Erfolg 2023
Mit seinem Triumph schreibt Wyndham Clark ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Bereits 2023 gewann er überraschend die US Open in Los Angeles. Drei Jahre später bestätigt er nun eindrucksvoll, dass dieser Erfolg keineswegs eine Eintagsfliege war.
Zwei US-Open-Titel innerhalb von vier Jahren gehören zu den bemerkenswertesten Leistungen der vergangenen Golfgeneration. Clark etabliert sich damit endgültig in der Weltspitze und zählt inzwischen zu den konstantesten Spielern auf der PGA Tour.
Rekordpreisgeld für den Champion
Neben der prestigeträchtigen Trophäe durfte sich Clark auch über ein Preisgeld von 4,5 Millionen US-Dollar freuen. Insgesamt wurde bei den US Open 2026 ein Rekordpreisgeld von 22,5 Millionen US-Dollar ausgeschüttet – eines der höchsten Preisgelder im gesamten Profigolf.
Was bedeutet der Sieg für die Saison?
Der Erfolg könnte sich als richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf erweisen. Nach seinem zweiten Major-Triumph reist Clark mit enormem Selbstvertrauen zur Open Championship und gehört dort automatisch zum erweiterten Favoritenkreis. Gleichzeitig setzt der Sieg ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz: Wyndham Clark ist längst mehr als ein Außenseiter – er ist inzwischen einer der prägenden Spieler seiner Generation.

